Geschichte

Anlässlich der Gründung der Ius Alumni im Jahre 2004 sprach der Präsident der Gründungsversammlung, der damalige Dekan, Professor Andreas Donatsch, von seiner Vision „Science-House“. Angeregt wurde diese Vision durch die Planung und Einführung der Double Degree Masterstudiengänge der Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit renommierten ausländischen Rechtsfakultäten. Im Rahmen der Kooperationsverhandlungen trat klar zutage, dass das Angebot von günstigem Wohnraum bzw. eines Campus‘ an der Universität Zürich für ausländische Studierende, welche im Austausch mit Schweizer Studierenden an die Zürcher Fakultät kommen sollten, für das Gelingen der Verhandlungen und das Zustandekommen von Double Degree Masterstudiengängen entscheidend sein würde. Es zeichnete sich ab, dass Zürcher Studierende nur dann mit der Zulassung zu Masterstudiengängen im Ausland rechnen konnten, wenn im Gegenzug Studierende ausländischer Fakultäten in Zürich nicht nur ihren Masterstudiengang absolvieren können, sondern hier zahlbaren Wohnraum vorfinden würden.

Mit der Realisierung des Projektes „Science House“ strebte Professor Andreas Donatsch an, günstigen Wohnraum für Studierenden von Partnerfakultäten bereitzustellen. Gleichzeitig sollten Räume geschaffen werden, in denen Kontakte zwischen Studierenden der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und ausländischen Jus-Studierenden ermöglicht werden, aber auch ein reger Austausch zwischen Studierenden aller Nationen und Dozierenden der Rechtswissenschaftlichen Fakultät stattfindet. Auf diese Weise würden nicht nur Zürcher Jus-Studierende, welche aufgrund eines Kooperationsvertrages eine Zulassung an eine ausländische Fakultät erhalten hatten, von einer internationalen Kooperation mit ausländischen Universitäten profitieren, sondern auch die „Daheimgebliebenen“. In den Räumlichkeiten des „Science- House“ wären Kontakte zu ausländischen Jus-Studierenden und erfahrungsreiche Begegnungen möglich.

Nach kurzer Suche wurde der Alumni-Organisation der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich eine Liegenschaft des Kantons Zürich an der Sophienstrasse 1 in Zürich angetragen. Kurz vor Weihnachten 2005 erhielt die Alumni-Organisation den Zuschlag, allerdings unter der Voraussetzung, dass bereits im Februar 2006 der Kaufpreis bezahlt und das Eigentum übertragen würde. Am 12. Dezember 2005 wurde die gemeinnützige Alumni-Stiftung gegründet, welche Eigentümerin dieser Liegenschaft wurde. Mit enormem Einsatz gelang es dem Stiftungsratspräsidenten, Professor Andreas Donatsch, Sponsoren zu gewinnen, die der Alumni-Stiftung mit ihren grosszügigen Sponsorenbeiträgen ermöglichten, die Liegenschaft zu erwerben und eine Renovation des Hauses zu planen. Der Kaufvertrag mit einem Kaufpreis von CHF 2‘000‘000 wurde am 3. Februar 2006 unter Vorbehalt einer Genehmigung durch den Regierungsrat geschlossen. Diese traf am 19. Juli 2006 ein und so erfolgte am 27. Juli 2006 die Eigentumsübertragung beim Grundbuchamt Zürich-Hottingen.

In der Folge erstellte das Architekturbüro Calatrava als Hauptsponsor das Umbauprojekt, für welches die Baubewilligung – mit einigen kostenintensiven Auflagen – am 19. Dezember 2006 erteilt wurde. Mit den Umbauarbeiten konnte im August 2007 begonnen werden. Die Bauführung wurde der Halter Generalunternehmung AG übertragen. Dieses Unternehmen – im Eigentum des Stiftungsratsmitglieds und Alumnus dipl. Bau-Ing. und lic.iur. Jost Balthasar Halter – wurde als weiterer Hauptsponsor für die Alumni-Stiftung tätig.

Die Liegenschaft konnte Mitte Februar 2008 durch die Studierenden bezogen werden. Am 10. April 2008 fand die Eröffnungsfeier statt. Das Haus – heute das Ius Alumni-Haus genannt – bietet Wohnraum für Austauschstudierende der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Zürich und dient als Seminar- und Versammlungsort für fakultätsinterne und -externe Anlässe. Dank vielen grosszügigen Sponsorenbeiträgen konnte der Erwerb und der Umbau der Liegenschaft weitgehend aus eigener Kraft finanziert werden.